Lexikon
Alps Glitter
Metamorphit | Glimmerschiefer
Eigenschaften
Metamorphit
Glimmerschiefer
Italien
ca. 330 Mio. Jahre
Grau
Gewolkt
Galerie
Materialbilder




Gesteinskunde
Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas Neuem geworden sind.
Untergruppe Glimmerschiefer: Glimmerschiefer haben ihren Namen von glitzernden Mineralien. Meistens ist es das Mineral „Muskovit“. Durch Druck und Hitze werden die alten Mineralanteile aufgeschmolzen aber nicht „verflüssigt“. Ändert sich die Temperatur, kristallisiert die Masse wieder aus. Da die Kristalle nicht gegen den Druck wachsen können, weichen sie seitlich aus. Dadurch, dass die neuen Kristalle in einer Richtung wachsen, läßt sich Glimmerschiefer gut in einer Richtung spalten.
Geologische Entstehungsgeschichte
Das Karbon war das Zeitalter der ersten Bäume und Riesenfarne. Schachtelhalme, die 20 m Höhe erreichten und Bärlapppflanzen mit einer Höhe von 40 m waren keine Seltenheit. Die Abwesenheit von großen Pflanzenfressern führte zu einer pflanzlichen Explosion. Der CO2-Gehalt sank teilweise bis auf 0,001 %. Der Sauerstoffgehalt war umso größer. Jeder Blitzeinschlag entfachte ein Höllenfeuer. Abgestorbene Bäume und Farne haben sich bis heute in den Kohleflözen erhalten. Rieseninsekten, die noch keine Lungen hatten - wie Riesenlibellen - bevölkerten die Erde.
Tonige Sande oder Tonsandsteine sind der Ursprung dieses Materials aus Südtirol. Als sich die afrikanische Platte an das heutige Europa drückte, wurde teilweise die Erde aufgerissen und gefaltet. Wie ein Keil schob sich die Platte zwischen Brixen und Meran. Dabei wurden Gesteinsschichten ins heiße Erdinnere gedrückt und später wieder hochgehoben. Unter Druck und Hitze wandelten sich die alten Ablagerungen um. Die Schichtrichtung der Ursprungsgesteine ist nicht mit den heutigen Abbauzonen einhergehend. Im rechten Winkel zur Druckrichtung konnten die neuen Glimmerkristalle wachsen.
Besonderheiten
Abbauort: Brixen, Italien
Im Wechselspiel mit Licht kommt der Glanz des Glimmerschiefers aus Norditalien besonders zum Vorschein. Das graubraune Material hat etliche Granateinschlüsse (dunkelrote Halbedelsteine), welche dem Schiefer ein besonders edles Äußeres verleihen. Durch den relativ hohen Quarzanteil erlangt das Material eine besondere Tiefenwirkung. Dieser Effekt kommt im polierten Zustand besonders zur Geltung.
Durch seine bewegte Struktur ist jede Platte des graubraunen Glimmerschiefers einzigartig, wie ein Kunstwerk der Natur. Dank seiner Säurebeständigkeit und einer kompakteren Struktur als bei vielen vergleichbaren Produkten aus Brasilien, eignet sich Alps Glitter unter anderem auch sehr gut für Küchenarbeitsplatten und wird gerne für den gehobenen Innenausbau verwendet.
Weiterführende Links
Anwendungsbereiche
Innenbereich trocken
- Küchenarbeitsplatte
- Wandverkleidung
- Bodenbelag
- Wärmelampe geeignet
Innenbereich nass
- Dusche
- Waschtisch
Außenbereich
- Terrasse
- Außentreppe
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