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Lexikon

Aurindi

Metamorphit | Migmatit

Eigenschaften

Gesteinsart

Metamorphit

Untergruppe

Migmatit

Abbauort

Indien

Alter

ca. 100 Mio. Jahre

Farbe

Rot

Struktur

Gewolkt

Galerie

Materialbilder

Gesteinskunde

Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas Neuem geworden sind.

Untergruppe Migmatit: Migmatite sind teilweise wieder aufgeschmolzene Gesteine, die sich z. B. durch erruptive Risszonen mit heißem Magma (t >650°C und hohem Druck) oder anderen Gesteinen vermischt haben. Es ist wie bei einem Marmorkuchen, bei dem die dunkle Teig-Masse unter die helle gehoben wird, ohne das man sie komplett „durchrührt“. Dadurch entstehen Maserungen und Farbmischungen aus den verschiedenen Komponenten. Bei Abkühlung unter 573°C wandelt sich der Quarzanteil schlagartig um und verliert 0,8% seines Volumens. Quarzansammlungen weisen typischerweise kleine Haarrisse auf, die durch die Natur oder durch Resinierung verschlossen werden. Diese stellen auch keinen Mangel dar, sondern sind gesteinstypisch.

Geologische Entstehungsgeschichte

Es war die Blütezeit des Kreidezeitalters. Das Klima war warm und die Polregionen eisfrei. Es war die Zeit der Sauropoden und deren Freßfeinde. Die reichlich vorhandene Vegetation mit Farnen, Ginkobäumen und ersten Laubbäumen sorgten für eine ausreichende Nahrungsgrundlage der Pflanzenfresser. Auch im Meer dominierten die Saurier, wie z. B. der riesige Mosasaurier oder auch die größten Ammoniten, die einen Durchmesser von 180 cm erreichen konnten.

Als der indische Subkontinent sich von Gondwana trennte, war in Höhe der heutigen Insel Madagaskar ein Hotspot (Plume). Die heutige Abbauzone in Uttar Pradesh lag vor 100 Mio. Jahren noch unter Wasser. Durch Hitze von unten und die Kraft der Plattentektonik vermischten und verformten sich die vorhandenen Schichten der Erdkruste und bildeten den Aurindi, wie wir ihn heute kennen. Als dann der indische Kontinent auf die eurasische Platte prallte, entstand nicht nur der Himalaya, die tiefer gelegenen Schichten wurden auch durch Auffaltung an die Oberfläche gedrückt, so dass wir diesen Stein heute abbauen können.

Besonderheiten

Abbauort: Nizamabad, Indien

Alte Granitreste aus Feldspat und Quarz sorgen für die rote Farbe und die Minerale Hornblende, Biotit und Cordierit für die dunklen Gemengeteile.

Anwendungsbereiche

Innenbereich trocken

  • Küchenarbeitsplatte
  • Wandverkleidung
  • Bodenbelag
  • Treppe
  • Wärmelampe geeignet

Innenbereich nass

  • Dusche
  • Waschtisch
  • Bodenbelag

Außenbereich

  • Außenfassade
  • Terrasse
  • Außentreppe

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