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Lexikon

Black Stellar

Metamorphit | Gneis

Eigenschaften

Gesteinsart

Metamorphit

Untergruppe

Gneis

Abbauort

Brasilien

Alter

ca. 550 Mio. Jahre

Farbe

Schwarz

Struktur

Geadert

Galerie

Materialbilder

Gesteinskunde

Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas neuem geworden sind. Metamorphite haben von allen Gesteinen die „bewegteste Vergangenheit“ und sind das Ergebnis unterschiedlichster Einflußgrößen, wie z. B. Druck, Hitze, Wasser und Geschwindigkeit der Umwandlung. Wasser kann auch eine große Rolle bei der indirekten Umwandlung von Mineralien sein. Wasserdampf mit einer Temperatur > 480° ist chemisch gesehen sehr aggressiv und kann Mineralien innerhalb eines Gesteins verändern oder sogar auflösen. Die freigewordenen Elemente, z. B. Schwermetalle aus Feldspäten können sich an anderer Stelle wieder anlagern oder in neugebildete Mineralien einbetten. Die derart umgewandelten Gesteine bekommen dadurch völlig andere optische und technische Eigenschaften. Zusätzlich ausgelöste Beanspruchungsarten, wie Auswälzung, Walzung, Fältelung, Pressung und Schieferung steigern die optische Vielfalt in Farbe und Struktur.

Untergruppe Gneis: Allen metamorphen Gesteinen gemeinsam ist der variable Mineralbestand und z. T. wechselnde technische Daten, die häufig bereits innerhalb eines Vorkommens starken Schwankungen unterworfen sind. Speziell die höhermetamorphen Gesteine (Orthogneise, Migmatite) sind durch ein breites Spektrum im Erscheinungsbild gekennzeichnet und zählen damit neben den Tiefengesteinen zu den ansprechensten und am meisten geschätzten Naturwerksteinen. Auch ihre techn. Eigenschaften nähern sich denen der Tiefengesteine mit zunehmender Metamorphose. Eine veröffentlichte petrographische Analyse von „Stellar Black“ bezeichnet das Gestein ausdrücklich als Gneis. Angegeben werden unter anderem etwa 35 % Plagioklas, 20 % Biotit, 10 % Hornblende, 10 % Orthoklas und nur rund 5 % Quarz. Die dunkle Farbe stammt vor allem von Biotit, Hornblende und Magnetit; die hellgrauen Schlieren bestehen überwiegend aus Feldspat und Quarz.

Geologische Entstehungsgeschichte

Die Entstehungszeit ist nicht ganz exakt bestimmbar:
Ediacarium (~600–539 Ma): Vorwiegend marine Weichkörper-Organismen – mikrobielle Matten, frühe Schwämme, Rangeomorphen, Dickinsonia, Kimberella und erste Spurenfossilien. Keine Hartschalen, kein Landleben höherer Formen.
Kambrium (~539–500 Ma): Kambrische Explosion – Trilobiten, Gliederfüßer, Schwämme, Würmer, frühe Weichtiere, Armfüßer und primitive Chordatiere. Leben fast ausschließlich im Meer; Land noch weitgehend unbesiedelt von komplexen Organismen.

Dunkles Magma drang tief in die vorhandene Erdkruste ein und erstarrte langsam. Während der Kontinentkollision des atlantischen Rückens mit der südamerikanischen Platte wurde das Gestein stark verformt, erhitzt und unter Druck gesetzt. So entstand der jetzige „Orthogneis“. Helle Schlieren entstanden durch Anreicherung mit hellen Quarzen und Feldspäten.

Besonderheiten

Abbauort: Bundesstaat Espírito Santo, Brasilien (u. a. Region um Cachoeiro de Itapemirim)

Dezente Schönheit in tiefem Schwarz
Black Stellar aus Brasilien fasziniert mit einer tiefdunklen, fast schwarzen Grundfarbe und einer eleganten Struktur. Feine helle Einschlüsse und natürliche kristalline Zeichnungen aus Feldspat und Quarz durchziehen die Oberfläche und erinnern an einen nächtlichen Sternenhimmel – daher auch sein ausdrucksstarker Name. 
Je nach Anschnitt, Oberfläche und Lichteinfall verändert sich seine Wirkung und macht jede Tafel zu einem individuellen Unikat. Als Arbeitsplatte, Kücheninsel, Waschtisch, repräsentative Innenraumgestaltung, aber auch im Außenbereich setzt Black Stellar markante Akzente. 

Anwendungsbereiche

Innenbereich trocken

  • Küchenarbeitsplatte
  • Wandverkleidung
  • Bodenbelag
  • Treppe

Innenbereich nass

  • Dusche
  • Waschtisch
  • Bodenbelag

Außenbereich

  • Außenfassade
  • Terrasse
  • Außentreppe

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