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Picasso

MAGNA EXOTIC LINE Metamorphit | Gneis

Gesteinsart

Metamorphit

Untergruppe

Gneis

Abbauort

Iran

Gesteinsalter

ca. 530 Mio. Jahre

Farbe

Grün

Struktur

Gebändert


Gesteinskunde

Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas Neuem geworden sind. Metamorphite haben von allen Gesteinen die „bewegteste Vergangenheit“ und sind das Ergebnis unterschiedlichster Einflußgrößen, wie z. B. Druck, Hitze, Wasser und Geschwindigkeit der Umwandlung. Wasser kann auch eine große Rolle bei der indirekten Umwandlung von Mineralien sein. Wasserdampf mit einer Temperatur > 480° ist chemisch gesehen sehr aggressiv und kann Mineralien innerhalb eines Gesteins verändern oder sogar auflösen. Die freigewordenen Elemente, z. B. Schwermetalle aus Feldspäten, können sich an anderer Stelle wieder anlagern oder in neugebildete Mineralien (Granate im Kashmir White) einbetten. Die derart umgewandelten Gesteine bekommen dadurch völlig andere optische und technische Eigenschaften. Zusätzlich ausgelöste Beanspruchungsarten, wie Auswälzung, Walzung, Fältelung, Pressung und Schieferung steigern die optische Vielfalt in Farbe und Struktur.

Untergruppe Gneis: Allen metamorphen Gesteinen gemeinsam ist der variable Mineralbestand und z. T. wechselnde technische Daten, die häufig bereits innerhalb eines Vorkommens starken Schwankungen unterworfen sind. Speziell die höhermetamorphen Gesteine (Orthogneise, Migmatite) sind durch ein breites Spektrum im Erscheinungsbild gekennzeichnet und zählen damit neben den Tiefengesteinen zu den ansprechensten und am meisten geschätzten Naturwerksteinen. Auch ihre techn. Eigenschaften nähern sich denen der Tiefengesteine mit zunehmender Metamorphose. Bei der Umwandlung verschwinden die alten Kristalle und neue entstehen. Anders als bei der Bildung von Magmatiten (Tiefengesteine) und Sedimentiten (Ablagerungsgesteine) entstehen die metamorphen Gesteine aus bereits vorhandenen Gesteinen. Die Bildung der Tiefengesteine setzt immer eine flüssige Schmelze voraus, aus der gleichmäßige Gesteine entstehen. Bei den Sedimentiten setzen sie sich aus anderen Gesteinstrümmern zusammen, die meist nur „zusammengeklebt“ werden. Bei der Methamorphose werden die vorhandenen Mineralien „geknackt“ und z. T. chemisch neu zusammengesetzt. Zur Anschauung sei die Seifenherstellung genannt. Olivenöl, Nartonlauge und Kochsalz werden unter Hitze vermengt. Daraus entsteht Seife. In die noch nicht verfestigte Seife kann Farbstoff zugegeben werden, der dann durch Knetung in schönen Texturen sichtbar wird. Die Eigenschaften der Grundkomponenten sind fast nicht mehr erkennbar.

Geologische Entstehungsgeschichte

Das frühe Kambrium begann mit einer globalen Erwärmung und einem geringen Sauerstoff- und hohem CO2-Gehalt. Die daraus entstandene „kambrische Explosion“ bezeichnet das massive plötzliche Auftreten von mehrzelligen Lebewesen im Wasser. Schwämme, Nesseltiere, Gliederfüßler, Stachelhäuter und andere Vorläufer der heutigen Wirbeltiere tauchten auf. Die ersten Exoskelette entwickelten sich um Räuber abzuhalten.

Uralte vulkanische Gesteine mit einem hohen Anteil an Pyroxenit, Olivin und Chlorit wurden über viele Mio. Jahre zertrümmert und in einer Meeressenke abgelagert. Durch Bewegungen der Erdkruste, die auch zur Bildung von Gondwana führten, kristallisierten diese alten Sedimente um, so das dieser grüne Gneis entstehen konnte. Damals lag das heutige Abbaugebiet bei Birjand im iranischem Hochland noch unter Wasser. Erst vor 350 Mio. Jahren gelangt es aus dem „nassen Erdkeller“ in die Nähe der Oberfläche um 20 Mio. Jahre später wieder unter dem Wasser zu verschwinden. Viele Meter von Sedimentablagerungen führten zu einer erneuten Umkristallisierung, die für die gelben und dunkelgrünen Aderungen verantwortlich sind. Erst in geologisch jüngster Zeit, vor 40 Mio. Jahren entstand der heutige Iran, als die indische Inselplatte und die afrikanische Platte das Land hochdrückten.

Besonderheiten

Abbauort: bei Birjand, Süd Chorasan, Iran ca. 150 km von der Grenze zu Afghanistan entfernt

Der Iran hat nicht nur Erdöl, sondern auch unglaublich viele außergewöhnliche Gesteine. Die samtweiche Haptik von Picasso ist unübertroffen.

Anwendungsbereiche

  • Innenbereich trocken
  • Küchenarbeitsplatte
  • Wandverkleidung
  • Bodenbelag
  • Treppe
  • Wärmelampe geeignet
  • Innenbereich nass
  • Dusche
  • Waschtisch
  • Bodenbelag

Die individuelle Eignung des ausgesuchten Steins für Ihr Projekt sollte in einer persönlichen Beratung besprochen werden. Unser MAGNA Beratungsservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.