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Vitoria Regia

Metamorphit | Dunit-Quarzit

Gesteinsart

Metamorphit

Untergruppe

Dunit-Quarzit

Abbauort

Brasilien

Gesteinsalter

ca. 250 Mio. Jahre

Farbe

Grün

Struktur

Gewolkt


Gesteinskunde

Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas Neuem geworden sind. Metamorphite haben von allen Gesteinen die „bewegteste Vergangenheit“ und sind das Ergebnis unterschiedlichster Einflußgrößen, wie z. B. Druck, Hitze, Wasser und Geschwindigkeit der Umwandlung. Wasser kann auch eine große Rolle bei der indirekten Umwandlung von Mineralien sein. Wasserdampf mit einer Temperatur > 480° ist chemisch gesehen sehr aggressiv und kann Mineralien innerhalb eines Gesteins verändern oder sogar auflösen. Die freigewordenen Elemente, z. B. Schwermetalle aus Feldspäten, können sich an anderer Stelle wieder anlagern oder in neugebildete Mineralien (Granate im Kashmir White) einbetten. Die derart umgewandelten Gesteine bekommen dadurch völlig andere optische und technische Eigenschaften. Zusätzlich ausgelöste Beanspruchungsarten, wie Auswälzung, Walzung, Fältelung, Pressung und Schieferung steigern die optische Vielfalt in Farbe und Struktur.

Untergruppe Dunit-Quarzit: Die grüne Farbe sind Olivinknollen, die Zwischenräume sind aus quarzhaltigen Mineralien. Dunit, benannt nach dem „Dun Mountain“ in Neuseeland, besteht zu 9 % aus dem Mineral Olivin.
Die Serpentinisierung sorgte zudem für die intensive grüne Farbe.

Geologische Entstehungsgeschichte

Die Untertrias ist der älteste Abschnitt der Trias-Zeit und reicht geologisch etwa von 252 bis 247 Millionen Jahren zurück. Diese Periode folgte auf das größte Massenaussterben der Erdgeschichte, das am Ende des Perm stattfand. Die Pflanzen des Untertrias war insgesamt weniger vielfältig als in früheren Zeiten und es dauerte einige Millionen Jahre, bis sich die Ökosysteme wieder differenzierten. Es dominierten insbesondere auf dem Land Pflanzen, die sich an die trockeneren Klimabedingungen anpassen konnten, wie Koniferen, Ginkobäume, Farne und Palmfarne. Die Archosaurier waren die Urahnen der späteren Dinosaurier. Amphibien machten den größten Teil der Wirbeltiere aus. Aber auch die Urahnen der Säugetiere, die Therapsiden, die das Massenaussterben überlebt hatten, waren im Untertrias zu finden. Im Meer gab es neben den überlebenden Mollusken die ersten Vorgänger der Ichtiosaurier.

Unter Wasser bildeten sich bei flüssigen Ausbrüchen von Vulkangängen Knollen, die schnell erkalteten. Diese Blasen (Kissenlava) stapelten sich dann aufeinander. Im Laufe der Zeit füllten sich die Hohlräume mit Sand und Schlamm. Durch weitere Bewegungen der Erdkruste wurde Vitoria Regia in tiefere Bereiche der Erde gedrückt. Dabei schmolz der Quarz an und der Stein wurde verfestigt. Zusätzlich kam die Bildung von Pangäa hinzu und der einst maritime Stein war 30 Mio. später in der Mitte des Superkontinentes angelangt. Vor 100 Mio. Jahren drückte der mittelatlantische Rücken die alten Gesteinsschichten
langsam an die Oberfläche.

Besonderheiten

Abbauort: Die Firma Brasigran gewinnt den Stein "Vitoria Regia" in der Stadt São Domingos do Norte, im Bundesstaat Espírito Santo, Brasilien.

Anwendungsbereiche

  • Innenbereich trocken
  • Küchenarbeitsplatte
  • Wandverkleidung
  • Bodenbelag
  • Treppe
  • Wärmelampe geeignet
  • Innenbereich nass
  • Dusche
  • Waschtisch
  • Bodenbelag

Die individuelle Eignung des ausgesuchten Steins für Ihr Projekt sollte in einer persönlichen Beratung besprochen werden. Unser MAGNA Beratungsservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.