Rosso Asiago
Sedimentit | Kalkstein
Gesteinseigenschaften
Gesteinsart
Sedimentit
Untergruppe
Kalkstein
Abbauort
Italien
Alter
ca. 180 Mio. Jahre
Farbe
Rot
Struktur
Körnig
Gesteinskunde
Gesteinsart Sedimentit: In der Sedimentologie, einem Teilbereich der Geologie, bezeichnet man Ablagerungsgesteine (Sedimentite), die ganz oder überwiegend aus Calciumcarbonat bzw. Calcit und Aragonit (beide CaCO3) bestehen, als Kalkstein. Sie sind verfestigte Ablagerungen, manchmal durch ineinader gewachsene Kristalle oder mit einem Bindemittel.
Untergruppe chemisch ausgefällter Kalkstein: Wasser hat die Eigenschaft Kalk zu lösen und auch wieder abzugeben. Das ist in jeder Tropfsteinhöhle zu sehen. Je nach Wassertemperatur und pH-Wert des Wassers ändert sich dies. Bei Erhöhung des pH-Werts oder Verringerung der Wassertemperatur entsteht Kalkschlamm, der dann mit der Zeit und unter Druck der aufliegenden Schichten sich verfestigt. Die Grenze der Ablagerungstiefe ist durch die „Carbonat-Kompensationstiefe“ begrenzt. Durch chemisch-physikalische Vorgänge wird der Kalk ab einer Tiefe von ca. 1500 m komplett im Wasser aufgelöst. Darunter bildet sich kein Kalkstein mehr. Seichte Meere sind sozusagen die Geburtsstätten der heutigen chemisch ausgefällten Kalksteinbänke.
Geologische Entstehungsgeschichte
Im frühen oder unteren Jura, das auch als Toarcium benannt wird, war das Zeitalter der Ichtyosaurier im Meer. Die ersten Triobliten und Krokodile waren schon zu finden. Kalmare und Belmiten (Donnerkeile im Jura Kalkstein) waren vorhanden. Schachtelhalme, Nacktsamer, Ginko und Palmfarne dominierten das Festland. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des als Fossillagerstätte bekannten Posdonienschiefers. Anders als im bayrischen Jura sind in Rosso Verona keine größeren Fossilien zu finden.
Knollenkalke wie Rosso Verona entstehen durch Ablagerung von Kalkschlamm in Meeresbecken. Der Druck der sich auftürmenden Schlammengen sorgte dafür, dass die Ablagerungen entwässert und verdichtet wurden. Durch die Bildung von „Kalkkristallen“ werden beim Knollenkalk andere Ablagerungen, wie Lehm oder Ton, an die Außenseite der Kalkknollen transportiert. Die Farbe entsteht durch die Einlagerung des Blutfarbstoffs „Hämatit“ oder bei der gelben Variante „Limmonit“. Beides sind Eisenmineralien.
Besonderheiten
Abbauort: Gegend um Asagio, Italien in vielen kleinen Steinbrüchen
Anwendungsbereiche
Innenbereich trocken
- Küchenarbeitsplatte
- Wandverkleidung
- Bodenbelag
- Treppe
- Wärmelampe geeignet
Innenbereich nass
- Waschtisch
- Bodenbelag
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