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Statuarietto Namibia

Metamorphit | Marmor

Gesteinsart

Metamorphit

Untergruppe

Marmor

Abbauort

Namibia

Gesteinsalter

ca. 630 Mio. Jahre

Farbe

Weiss

Struktur

Gewolkt


Gesteinskunde

Gesteinsart Metamorphit: Metamorphit ist die Sammelbezeichnung für Umwandlungsgesteine, die aus verschiedenen alten Materialien durch die Natur zu etwas Neuem geworden sind. Metamorphite haben von allen Gesteinen die „bewegteste Vergangenheit“ und sind das Ergebnis unterschiedlichster Einflußgrößen, wie z. B. Druck, Hitze, Wasser und Geschwindigkeit der Umwandlung. Wasser kann auch eine große Rolle bei der indirekten Umwandlung von Mineralien sein. Wasserdampf mit einer Temperatur > 480° ist chemisch gesehen sehr aggressiv und kann Mineralien innerhalb eines Gesteins verändern oder sogar auflösen. Die freigewordenen Elemente, z. B. Schwermetalle aus Feldspäten können sich an anderer Stelle wieder anlagern oder in neugebildete Mineralien (Granate im Kashmir White) einbetten. Die derart umgewandelten Gesteine bekommen dadurch völlig andere optische und technische Eigenschaften. Zusätzlich ausgelöste Beanspruchungsarten, wie Auswälzung, Walzung, Fältelung, Pressung und Schieferung steigern die optische Vielfalt in Farbe und Struktur.

Untergruppe Marmor: Marmor ist die Sammelbezeichnung für umgewandelte Gesteine, die aus kalkigen oder dolomitischen Sedimentgesteinen entstanden sind und zu mehr als 50% aus Calcium- oder Magnesiumcarbonat bestehen. Bei der Umwandlung gehen alle im Ursprungsmaterial vorhandenen Strukturen verloren. Die notwendige Temperatur unter Luftabschluß ist größer als 400°C und der notwendige Druck kann bis zu 10 Kilobar betragen. Hinzu kommt Wasser, das bei diesen Umgebungsbedingungen wie eine starke Säure wirken kann. Die Masse ist dann duktil, also zähflüssig. Nach Entlastung von Druck und Hitze bilden sich neue Kristalle und Ansammlungen. Der Kohlenstoff wird sozusagen an den Rand gedrängt und dann entstehen bei der Bewegung der Masse die grauen Aderungen oder Flecken, was bei Arabescato deutlich wird. Farbe bekommt Marmor durch die im Kalkstein oder Dolomit ehemals enthaltenen Metallerze.

Geologische Entstehungsgeschichte

Im Edicarium genannten Zeitalter entstanden die ersten Gewebetiere, deren Fossilien kaum sichtbar sind. Ohne Skelettstruktur sind auch Fossilien sehr selten. Die kambrische Explosion erfolgte fast 90 Mio. Jahre später. Der zerfallene Kontinent Rodinia und die mehrfache komplette Vereisung der Erde fällt in diese Zeit. An Land gab es noch kein Leben. Allerdings war es die Zeit der ersten Grünalgen.

Vor mehr als einer Milliarde Jahren prallten der Kalahari- und der Kongokraton zusammen und bildeten den Kontinent Rodinia. Als dieser Kontinent wieder aufbrach, bildete sich ein Grabenbruch, der sich mit Meerwasser füllte. Das "Khomas ocean basin" entstand vor ca. 700 Mio. Jahren. Am Boden lagerte sich durch die Eiszeiten (Schneeball Erde) vor allem Kalk- und Dolomitschlamm, Erze und etwas Kohlenstoff ab, der sich mit der Zeit verfestigte. Ein wenig Quarzsand kam noch hinzu. Vor 630 Mio. Jahren brachte aufsteigendes Magma die notwendige Hitze und Druck an diese Kalksteinschicht. Dadurch erfolgte die Umkristallisierung zu einem Marmor. Sein Name in Namibia lautet „Ovulato“, da seine Strukturen an Eier erinnern. Auch die neuzeitliche Geschichte des Abbaus ist nicht uninteressant: 1903 wurde die Deutsch Afrikanische Marmorgesellschaft gegründet. Abgebaut wurde damals in zwei Steinbrüchen mit einer Anbindung an die damalige Eisenbahnlinie. Als man erkannte, dass diese Vorkommen riesig sind, war die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Erfolg gegeben. In der Weltwirtschaftskrise erfolgte dann die Insolvenz und die South African Company übernahm die Firma. Nach mehreren Besitzerwechseln gehören die "Marmorwerke Karibib" nun einer chinesischen Investorengruppe.

Besonderheiten

Abbauort: Namibia, bei Swakopmund

Anwendungsbereiche

  • Innenbereich trocken
  • Küchenarbeitsplatte
  • Wandverkleidung
  • Bodenbelag
  • Treppe
  • Wärmelampe geeignet
  • Innenbereich nass
  • Dusche
  • Waschtisch
  • Bodenbelag

Die individuelle Eignung des ausgesuchten Steins für Ihr Projekt sollte in einer persönlichen Beratung besprochen werden. Unser MAGNA Beratungsservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.