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Farbabweichungen bei Neolith

Farbabweichungen von Kunststein
Wir weisen darauf hin, dass wir keine Rechtsberatung sind. Wir haben wir die relevanten Zitate aus Normen und Merkblättern nicht weiter kommentiert. Im Streitfall wäre es unserer Meinung nach sinnvoll, einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht mit ins „Boot“ zu nehmen und nicht einen Universalisten.

Woher kommen die Farben bei Neolith?
Die Rohstoffe stammen aus der Natur. Hauptbestandteile sind Quarz, Feldspat und Ton. Hinzu kommen mineralische Farbstoffe, wie z. B. Metallerze, die sich im Brand „umfärben“ und „farbbleibende“ Mineralien, wie z. B. Titandioxyd. Porenfüller, wie Flußspat sind eher transparent nach dem Brand. Das bedeutet, dass man erst nach der Versinterung im Ofen die Endfarbe bewerten kann. Beispielsweise haben manche Rohkeramiken die „rosa“ sind dann eine gelbliche oder grüne Farbe.

Was passiert beim Brand?
Die meisten feingemahlen Stoffe verschmelzen an den „Spitzen“ der Kristalle, werden aber nicht komplett aufgeschmolzen, wie bei flüssigem Metall oder Glas. Dadurch verliert sich ein Teil des Volumens, bis zu 10%. Das ist auch der Grund für die Umsäumung um die am stärksten „geschrumpften“ Bereiche zu entfernen. Die Hitze sorgt bei bestimmten Zutaten (Flußspat, Glaspulver usw.) für eine Aufschmelzung um Poren zu füllen. Dies beeinflusst auch die später wahrzunehmende Farbe.

Was ist mit den feinen Farbpunkten, die manchmal auftauchen?
Auch einzelne andersfarbige Punkte können beim Brand entstehen, wenn kleinste Körnchen anderer Minerale in Kristallen umschlossen sind. Das macht sie für die Sortierkamera unsichtbar. Schmilzt das Mineral auf, wird das Körnchen im Inneren des Kristalls freigesetzt und es kann sichtbar werden. Darum ist es nie
auszuschließen, dass andersfarbige Punkte in Neolith Rohtafeln enthalten sind. Umgekehrt kann auch keiner garantieren, dass welche enthalten sind. 

Das ist auch im Merkblatt Küche des BIV Steinmetz unter „2.3.3 Keramik“ nachzulesen:
„...Die Oberfläche von unpoliertem Feinsteinzeug ist abhängig vom Pressstempel. Eine aufgebrachte Glasur kann geringere physikalische Festigkeiten als Feinsteinzeug aufweisen. Andersfarbige Punkte und kleine Erhebungen sind produktionsbedingt nicht auszuschließen....“

Wie entstehen die Farbschwankungen zwischen Chargen trotz gleicher Zusammensetzung?
Ehrlich gesagt, kann das keiner richtig erklären. Es sind homöopathische Ursachen, wie z. B. leichteste Abweichungen in der Luftfeuchtigkeit vor dem Brand, z. B. durch ein Gewitter oder Regen draußen und offene Türen, winzige Variationen in der Brenngaszusammensetzung usw.