MAGNA Glaskeramik - ein nachhaltiger, luxuriöser Werkstoff
Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, der uns alle angeht. Immer mehr Architekten und Bauherren setzen auf Nachhaltigkeit von Baustoffen und Nutzungskosten durch Reinigung und Sanierungsfähigkeit. Nachwachsende Rohstoffe wie Holz haben aber auch Nachteile. Das Verbot der meisten Chemikalien, wie Teeröl oder das hochgiftige Lindan - gekoppelt mit Unkenntnis der Planer - führt mittlerweile zu einem starken Anstieg der Bauschäden durch holzzerstörende Pilze. Auch Naturstein auf Holzdecken ist nur bedingt geeignet. Die kommenden fünf Jahre werden im Bauwesen von einer Kombination aus strengeren Energieeffizienzstandards, der Förderung nachhaltiger Materialien, höheren CO2-Kosten und einer stärkeren Einbindung von Kreislaufwirtschaft geprägt sein. Sowohl private als auch gewerbliche Bauherren müssen sich auf umfangreiche Anforderungen einstellen, die durch Förderprogramme und steuerliche Anreize abgefedert werden.
MAGNA Glaskeramik - ein nachhaltiger luxuriöser Werkstoff
Es ist kein Geheimnis, dass die derzeitige Konjunktur als schwierig anzusehen ist. Der Neubau ist eingebrochen, so dass einige, auch große Hersteller von Fertighäusern schließen mussten. Was aber deutlich zugenommen hat, sind die luxuriösen Bauten, die auch jetzt neu oder umgebaut werden. Exotische Materialien, wie die brasilianischen Quarzite haben ihren guten Markt. Auch Neolith und Compac Quarzagglo sind noch gut im Rennen. Eingebrochen ist die mittlere Schiene und Standardmaterialien der letzten Jahre.
Im High-End-Bereich verzeichnen wir eine stetig wachsende Nachfrage nach unserer MAGNA Glaskeramik. Denn das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch in exklusiven Wohn- und Bauprojekten zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigt das Interesse an diesem umweltfreundlichen Werkstoff auch bei Steinmetzen. Mit diesem Newsletter möchten wir Ihnen unseren upgecycelten Werkstoff näher vorstellen. Recyclingmaterialien gewinnen durch das gestiegene Umweltbewusstsein allgemein an Relevanz, und es entstehen immer mehr Zertifizierungen – derzeit vor allem im Luxussegment. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich dieser Trend, ähnlich wie bei Elektrofahrzeugen, nach und nach auch auf breitere Bevölkerungsschichten ausweiten wird.
Welche Geschichte hat die MAGNA Glaskeramik?
Den Anfang machte die Idee, Bildröhren aus alten Computermonitoren einem neuen Zweck zuzuführen. Für das herkömmliche Glasrecycling waren sie ungeeignet, da ihre Glaszusammensetzung weder für Flaschen noch für Flachglas passte. Bekannt war jedoch das Verfahren zur Herstellung von Ceran©-Kochfeldern – und so entstand der Ansatz, dasselbe Prinzip zu nutzen, um aus den Bildröhren einen völlig neuen Werkstoff zu entwickeln. Wie bei jeder Innovation war der Weg zur Marktreife lang und kostspielig. Nachdem MAGNA das zuvor insolvente Unternehmen übernommen und die Serienfertigung deutlich optimiert hatte, entwickelte sich MAGNA Glaskeramik zu einem immer gefragteren Material – vor allem bei einer anspruchsvollen Kundschaft. Hohe Investitionen in Öfen und Maschinen waren notwendig, um diesen nachhaltigen Werkstoff zu seiner heutigen Brillanz zu führen.
Was ist eigentlich MAGNA Glaskeramik?
Wie der Name schon vermuten läßt, ist es ein Zwischending. Glas ist transparent und hat keine sichtbaren Kristalle. Keramik hat viele kleine Kristalle und ist nicht durchsichtig. Bei der MAGNA Glaskeramik werden den Glasteilen Kristallkeime zugesetzt und bei hohen Temperaturen versintert. (Sintern bedeutet, dass sich die Glasteile verbinden ohne komplett aufzuschmelzen, wie bei Keramik oder Hartmetallwerkzeugen aus Wolfram-Carbid).
Woraus wird sie hergestellt?
Heute werden keine Röhrenmonitore in großen Stückzahlen mehr hergestellt. Die Umstellung auf Flaschen- oder Floatglas war einer der ersten Schritte. Bei der Herstellung von Flach-, Solar-, Farb- oder Flaschenglas fallen ständig Ausschüsse, Fehlproduktionen und Übermengen von ca. 5% der Gesamtglasproduktion an. Diese Industrieabfälle stellen unsere Rohstoffquelle für die Produktion von MAGNA Glaskeramik dar. Die Glasabfälle werden zunächst kontrolliert in Scherben gebrochen und durchlaufen dann ohne Zusatz von Bindemitteln oder Einsatz von Druck nur mit Hilfe von Temperatur und Zeit einen aufwendigen Sinterungsprozess. Anschließend werden die gesinterten Platten in Kühlhauben definiert abgekühlt.
Welche Oberflächen gibt es?
Die „Pure“-Oberfläche ist abhängig davon, ob man Flach- oder Flaschenglas benutzt. Sie ist unserer Meinung nach die beste Oberfläche für Anwendungen in der Küche oder als Fassade. Der seidenmatte Glanz bringt die Farben gut zur Geltung und hat eine angenehme haptische Oberfläche. Auch bei einer Hinterleuchtung ist die „Pure“- Oberfläche ein Highlight. Wer mehr Transluzenz wünscht, für den ist die polierte Oberfläche geeignet. Bei Hinterleuchtung wird vorweigend die polierte Oberfläche bestellt. Bilder gibt es u. a. auf https://magna-glaskeramik.de zu finden.
Was ist materialtypisch?
Bei der Sinterung treten immer Luftblasen auf, die nach „oben“ steigen. Das ist eine typische Eigenschaft für MAGNA Glaskeramik und ein Kennzeichen der Sinterung. Bei einer vollen Aufschmelzung, wie beim modernen Glas kann man es verhindern. Übrigens erkennt man alte Glasscheiben an den Luftblasen. Bei der polierten Oberfläche entstehen dadurch offene Poren. Natürlich haben wir auch Unterschiede in den Chargen, da dies vom gelieferten Rohmaterial abhängt. Bei mehrteiligen Fertigarbeiten bitten wir um eine Gesamtansicht, damit wir sehen können, welche Platten aneinander stoßen um Richtungswechsel in der Optik der MAGNA Glaskeramik zu vermeiden.
Werden die Poren werkseitig verschlossen?
Ja, die Poren werden bereits im Werk mit Hilfe von UV-härtenden Epoxy geschlossen. Wir können, wie bei Naturstein keine Stecknadelkopf großen Poren verschließen. Diese sind materialtypisch und nicht zu vermeiden. Bei beidseitig polierten Werkstücken ist auf der Rückseite mit einem höheren Porenanteil zu rechnen.
Warum sind „gespachtelte“ Kanten so viel teuer?
Das hängt mit dem Aufwand zusammen. Gespachtelte Kanten müssen „hochkant“ aufgestellt werden. Dann wird geschliffen und das mehrfach wiederholt, bis nichts mehr sichtbar ist.
Welche Anwendungen sind möglich?
Unsere MAGNA Glaskeramik wird genau wie Naturstein für alle möglichen Verwendungen benutzt: Küchenarbeitsplatten, hinterleuchtete Rückwände in Küchen, Duschwände, Fassade, Möbel- und Thekenverkleidungen oder als Fußboden etc.
Ist MAGNA Glaskeramik lichtecht?
Ja, die Glaskeramik ist 100 % lichtecht. Eine Ausbleichung ist nicht möglich.
Kann man auf Wunsch eine Ausrüstung mit einer Splitterschutzfolie bestellen?
Ja, das machen wir bereits oft, besonders bei Duschwänden oder bei Gefahr von Vandalismus.
Kann man auch Goldflitter bestellen?
Ja, es ist möglich, aber nur, wenn wir Blattgold ohne Antimon-Anteil angeliefert bekommen. Wir müssen aber trotzdem immer eine Probe machen, da das Blattgold evtl. „schwarz“ werden kann.
Kann man aus MAGNA Glaskeramik auch Brunnen machen?
Aber sicher doch, die MAGNA Glaskeramik ist absolut wasserfest, wenn der pH -Wert zwischen 6,5 und 8,5 liegt. Wir empfehlen für Brunnen mit Umlaufpumpe entsprechende Wasseraufbereitung um Ablagerungen oder chemische Schädigungen zu vermeiden.
Wie entfernt man Kalkflecken?
Das geht relativ einfach mit Produkten wie Möller Chemie (www.moellerstonecare.eu), Duschreiniger R158 und in der Küche Kalk-Ex R189. Diese beruhen auf Amidosulfonsäure, die das Glas nicht angreifen. Andere Säuren können, je nach Rohmaterial, für Trübungen sorgen.
Wie reinigt man MAGNA Glaskeramik?
Am einfachsten mit unserem Reinigungsset, das bei uns erhältlich ist. Spülmittel oder schichtbildende Glasreiniger sorgen für eine empfindliche Schmutzpolitur.
Wie kann man es verarbeiten?
Die Verarbeitung von Rohtafeln erfolgt mit den normalen Steinmetzmaschinen. Vor dem ersten Zuschnitt empfehlen wir Ihnen sich mit unserer Werkstatt in Verbindung zu setzen.
Kann man Muster bekommen?
Ja, fragen sie dafür Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter.
Kann man auch Fertigarbeit bestellen?
Das ist problemlos möglich. Wir fertigen bereits für viele unserer Kunden Fertigarbeiten aus MAGNA Glaskeramik.